Beschreibung des Kurses

Die Veranstaltung widmet sich der Planung und Analyse von Geographieunterricht. Um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für diese Aufgaben zu sensibilisieren, beschäftigt sich der Kurs zunächst mit der Frage, was unter gutem (Geographie-)Unterricht verstanden werden kann und welche Einflussgrößen dabei bedeutsam sind. Auf dieser Basis kann ein Grundlagenwissen erarbeitet werden, das sich auf die bei der Planung und Analyse von Geographieunterricht zu treffenden und zu begründenden Entscheidungen bezieht. Als Semesterprodukt wird dabei ein sog. schriftlicher Unterrichtsentwurf angestrebt, den jede/r Teilnehmer/in zu einem selbst gewählten, lehrplanrelevanten Thema einer selbst gewählten Jahrgangsstufe sukzessive verfassen soll. Um dies zu ermöglichen, orientiert sich der Kurs an den einzelnen Kapiteln, die ein solcher Entwurf enthält, und vermittelt die darauf bezogenen Kenntnisse (theoretische Hintergründe, empirische Erkenntnisse und Implikationen für die Unterrichtspraxis). 

 

Konkret geht es dabei um die folgenden Fragen und Themen: Welche Implikationen ergeben sich aus einer spezifisch geographiedidaktischen Perspektive für den unterrichtlichen Umgang mit der "Sache", das heißt mit den Inhalten des Unterrichts? Welche didaktischen Hintergründe und welche methodischen Entscheidungen sind bei der Planung und Analyse von Geographieunterricht relevant? Wie können "gute Aufgaben" im Geographieunterricht aussehen und welche Potenziale enthalten neuere Methoden des Geographieunterrichts, Ansätze des offenen Unterrichts oder Spiele? Wie können Lernergebnisse gesichert werden? Worauf beziehen sich diagnostische Aufgaben von Lehrkräften und wie können diese zu einer gezielten Förderung der Schülerinnen und Schüler führen?

 

Der Kurs arbeitet hierbei mit einer Mischung aus einem eher klassisch ausgerichteten Input durch die Dozierenden, fragegeleiteten Textlektüren und interaktiv ausgerichteten kleineren und umfassenderen Übungen bzw. Anregungen für Übungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können eigenständig steuern, wie intensiv sie das Angebot nutzen, ob sie sich z.B. zu den vorgeschlagenen Reflexionaufgaben Notizen anfertigen oder nicht. Profitieren werden jedoch am meisten diejenigen, die sich intensiv auf das Programm einlassen und die Erläuterungen der Dozierenden damit aktiv gedanklich nachvollziehen und in Form von Anwendungsübungen vertiefen. Die verwendeten Visualisierungen werden in Form von "Rumpffolien" zur Verfügung gestellt, die viele, jedoch nicht alle Inhalte enthalten. Diese können bei der Bearbeitung des Kurses sukzessive komplettiert und als Grundlage der Vorbereitung auf eine Prüfung genutzt werden.