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1.3.4.1. Hinweise zum Zitieren

Woraus besteht ein Zitat?

Ein Zitat hat grundsätzlich drei Bestandteile, die aber je nach Zitationsstil unterschiedlich aussehen können:

  1. das Zitat selbst, das direkt (wörtlich) oder indirekt sein kann,

  2. der Beleg der Zitatquelle, der entweder direkt im Text (in Klammern hinter dem Zitat) ODER als Fußnote angegeben wird,

  3. die vollständige bibliographische Angabe der Quelle im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit.

 

Direkte und indirekte Zitate

Bei den Zitaten unterscheidet man zwischen direkten (wörtlichen) und indirekten Zitaten. Bei direkten Zitaten werden die Aussagen eines Autors wörtlich in den eigenen Text übernommen. Sie beginnen und enden mit Anführungszeichen. Ein wörtliches Zitat muss genau sein, d.h. es dürfen keine Wörter in dem Zitat geändert und auch Rechtschreibfehler müssen übernommen werden. Bei indirekten Zitaten werden die Aussagen sinngemäß übernommen. Es werden keine Anführungszeichen gesetzt.

Indirekte Zitate werden in manchen Stilen mit „vgl.“ (= vergleiche), „s.“ (= siehe) oder „s.a.“ (= siehe auch), im Englischen „cf“ (= „confer“), eingeleitet, können aber auch (z.B. beim APA- und MLA-Zitierstil) ohne eine solche Angabe stehen.

 

Zitieren aus zweiter Hand 

Manchmal kommt es vor, dass in einer verwendeten Quelle selbst etwas zitiert wird, das für die eigene Arbeit sinnvoll scheint. Grundsätzlich gilt in diesem Fall die Maxime: Das Original hat Vorrang, das heißt, du solltest möglichst versuchen, die Primärquelle (= Original) zu beschaffen und diese durchlesen.

Konkret heißt das:

  1. Die Primärquelle (=Original) ist in deiner Bibliothek vorhanden oder als Online-Publikation erhältlich → direkt nachschlagen

oder

  1. Die Primärquelle ist über Fernleihe erhältlich → Handelt es sich um ein indirektes oder direktes Zitat?

2.1 Direktes Zitat → ist möglicherweise aus dem Kontext gerissen, aber sofern keine Auslassungszeichen vorhanden sind, müsste es sich um den übernommenen Originaltext handeln → wenn genug Zeit für Fernleihe vorhanden, sicherheitshalber nachschlagen.

2.2 Indirektes Zitat → Da auch der Autor des Sekundärtextes Quellen in der Regel dazu nutzt, um seine eigene Argumentation zu stützen, kommen unter Umständen nur bestimmte Aspekte zur Sprache oder der Autor kann etwas falsch interpretiert haben; bei jedem Zitationsschritt können Fehler, Umdeutungen oder Auslassungen entstehen → Nachschlagen ist inhaltlich wichtiger als bei 2.1!

oder

  1. Wenn die Originalquelle gar nicht oder nur sehr schwer beschaffbar ist, nutzt du die Sekundärquelle und machst mit der Bemerkung „zitiert nach“ kenntlich, dass das Zitat ursprünglich aus einer anderen Quelle stammt. Konkret sieht das folgendermaßen aus:

„Zitat“ (Angaben für die Primärquelle, zit. n. Angaben für die Sekundärquelle). Schreibst du eine Arbeit auf Englisch, verwendest du „qtd. in“, also „quoted in“. In der Bibliographie findet sich dann, wie üblich, nur die Literatur, die du wirklich verwendet hast, nämlich die Sekundärquelle.

 

Hinweise zum Zitieren

  • Längere Zitate sollten eingerückt werden und dann in kleinerer Schriftgröße und einem geringeren Zeilenabstand formatiert werden.

  • Ein wörtliches Zitat sollte nicht zu lang sein, versuche dann lieber den Sachverhalt in deinen eigenen Wort zu formulieren also indirekt zu zitieren.

  • Auslassungen innerhalb eines Zitats müssen gekennzeichnet werden. Wie, das ist von Zitationsstil zu Zitationsstil verschieden (siehe unten).

  • Falls du Ergänzungen in einem wörtlichen Zitat vornimmst, kennzeichne diese in eckigen Klammern, z.B.: [Anm. d. Verf.] bzw. [Anm. Initalien].

  • Bei Rechtschreibfehlern im Zitat wird direkt hinter dem betreffenden Wort [sic] (APA/MLA) hinzugefügt. Dies gilt aber nicht, wenn der Fehler in der alten Rechtschreibung als richtig gegolten hätte (z.B. daß).

  • Englische Zitate müssen nicht zwangsläufig übersetzt werden. Wenn man davon ausgehen kann, dass die englischen Begriffe allgemein verständlich und dem Leser bekannt sind, kann das Original beibehalten werden. Bei Zitaten, die in den Satz eingebaut sind, kann man jedoch übersetzen. Wenn man übersetzt, sollte nach dem Zitat in der Klammer (oder Fußnote) das Kürzel „Übs.“ (=Übersetzer) plus die eigenen Initialen angeführt werden.

 

 

Hinweis für Studierende der Uni Augsburg:

 

Auslassungen

Rechtschreibfehler

MLA allgemein (inkl. Amerikanistik und Engl. Literaturwissenschaft Augsburg)

[…]

 

 

[sic]

 

MLA Sprachwissenschaft und Fachdidaktik Uni Augsburg

APA (z.B. MuK Augsburg)

… → einzelne Wörter ausgelassen

. … → ganzer Satz

[sic]

APA (EWS Augsburg)

(...)

[sic!]

 

 


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